Collateral (29.09.2004)

Eigentlich wollte ich die Kritik noch vor meinem Urlaub schreiben, aber irgendwie hat das nicht geklappt. Mal sehen was ich mir noch aus dem Gedächnis zaubern kann. Ein Anreiz diesen Film zu sehen, waren die grau gefärbten Haare von Tom Cruise. Ich weis zwar, welche beeindruckende Wirkung sowas hat (kicher) aber man möchte sich doch immer wieder bestätigt sehen. Der Trailer sah auch recht gut aus und so sprach nichts dagegen, die Urlaubspause mit diesem Film einzuläuten.

Der Taxifahrer Max hat gerade die schöne Anwältin Annie kennengelernt, als sich ein Unbekannter in sein Auto setzt und ihn für die ganze Nacht mieten will. Schnell merkt Max, das es sich bei den angeblichen Geschäftsgesprächen seines Kunden um Auftragsmorde handelt. Seine Versuche den unliebsamen Begleiter loszuwerden scheitern jedoch. Max wird immer mehr in die dunklen Machenschaften verstrickt. Als er aber erfährt, das Annie das letzte Opfer sein soll, reißt er die Handlung an sich.

Also mir hat der Film gut gefallen. Zwischen den Figuren wird eine schöne Beziehung aufgebaut. Gut und Böse wird nicht sauber getrennt und in der Grauzone kann man nicht immer genau sagen, wer wo steht. Der Schluß ist für meinen Geschmack mal wieder etwas zu theatralisch geworden, aber was solls. Ein spannender Streifen der seine Bewertung voll verdient hat.

Hellboy (15.09.2004)

Die nächste Comic Verfilmung rollt durch unsere Lande. Mittlerweile ist es keine Schande mehr, die Vorlage nicht zu kennen. Aber die Vorschau versprach einen coolen Helden und eine mystische Geschichte. Was haben die Filmemacher wohl daraus bauen können?

Die Story beginnt 1944, als deutsche Wissenschaftler mit Hilfe von Rasputin ein Tor in eine andere Dimension öffnen wollen, um Dämonen zu beschwören, welche dem 2. WK die entscheidende Wende geben sollten. Das scheiterte jedoch durch einen Einsatz britischer Truppen. Allerdings konnte ein gewisser Teil der fremden Dimension in unsere Welt übertreten. Unter anderem fand man einen kleinen Dämon, den die britischen Soldaten wegen seiner Hautfarbe Hellboy nannten. Nachdem er erwachsen wurde, steckte man ihn in eine Organisation zur Abwehr paranormaler Kräfte. Doch eines Tages taucht Rasputin wieder auf und will Hellboy seiner wahren Bestimmung zuführen.

Ich habe schon viel schlechtere Comic Verfilmungen sehen dürfen. Hellboy ist hier eine rühmliche Ausnahme. Der Film lebt zwar von seinen trockenen Sprüchen, aber die Computeranimateure haben auch ihre Hausaufgaben gemacht. Wenn man das Bild der bösen Deutschen einmal nicht betrachtet, ist Hellboy ein richtig cooler Fantasyfilm der vielleicht nicht an X-Men heranreicht, aber im oberen Segment angesiedelt ist.

Riddick (08.09.2004)

Wir schreiben das Jahr 2004. Vin Diesel hat sich seit The Fast and The Furious zu einem Dauerbrenner auf der Kinoleinwand gemausert, der als Nachfolger Arnold Schwarzeneggers und Sylvester Stallones gelten könnte. Seine Filme sind eher die einfachen krachenden Streifen, in denen ein Mann noch ein Held ist. Aber als männlicher Hetero steht man ja auf sowas.

Der Kriegsclan der Necromonger zieht mit seiner riesigen Armee von Welt zu Welt um die Menschheit durch ihren Glaubenskrieg zu bekehren. Durch überlegene Technik und übermenschliche Kräfte wird jeder Widerstand gebrochen. Eine uralte Prophezeihung besagt aber, das eines Tages ein Überlebender einer ausgelöschten Rasse kommen und die Macht übernehmen wird. Genau dieser Mann wird daher beauftragt, den Anführer der Necromonger zu vernichten.

Die Story ist schnell geschrieben, aber Fantasy und SciFi Fans haben schon deutlich schlechtere Drehbücher gesehen. Man sollte auch nicht alles auf den logischen Prüfstand legen. Stattdessen genieße man die guten Special Effects und schaue Vin Diesel bei seinen Actionszenen zu. Das Einzigste, was ich als richtig störend empfunden habe, ist die stroboskopartige Show der ersten halben Stunde. Danach beruhigt sich das Bild wieder.

The Butterfly Effect (01.09.2004)

Bewußt oder unbewußt hatte ich noch nichts von diesem Film gehört, bevor ich im Kino Platz nahm. Lediglich die guten Bewertungen haben dazu geführt, daß ich ihn ansehen wollte. Aber das muß ja nicht unbedingt die schlechteste Motivation sein, wie sich herausstellt.

Evan hat als Kind Black Outs. Ein Psychiater rät ihm, ein Tagebuch zu führen, auf das es ihm hilft, sich zu erinnern. Jahre später ist Evan erwachsen und stellt überrascht fest, daß er die Gabe hat, sich mit den Tagebüchern in die Vergangenheit zu versetzen, und seine Black Outs nocheinmal zu erleben. Diese Gabe versucht er nun zu benutzen, um die Fehler in seiner Kindheit rückgängig zu machen. Leider hat er die Auswirkung dieser Änderungen auf die Gegenwart nicht mit einkalkuliert.

Ich muß sagen, ich war sehr positiv überrascht. Ein rundum gelungener und spannender Film, der ein doch recht unerwartetes Ende findet. Anfangs dachte ich noch, einen Schocker zu sehen, aber die Schreckszenen lassen merklich nach und die eigentliche Handlung beginnt. Ein paar Kleinigkeiten bleiben offen oder sind Fehler, aber das sind dann die Szenen, die für Redestoff nach dem Film sorgen. Es war ein sehr gelungener Abend.

I, Robot (11.08.2004)

Wenn eines der klassischen Roboterbücher verfilmt wird, und jemand wie Will Smith die Hauptrolle spielt, läßt das doch auf einen guten Film hoffen. Und kurz vor dem Fantasy Filmfest kann man ihn als idealen Einsteiger und Vertreter des Hollywood Kinos betrachten. Mal sehen, wie er sich schlagen kann.

Die Firma USR steht kurz vor der Auslieferung ihrer neuen Modellreihe von Robotern, die im Jahre 2035 als alltägliche Helfer eingesetzt werden. Noch menschenähnlicher und an die drei Gesetze zum Schutz der Menschen gebunden, versprechen sie ein besseres Leben für und mit ihren Besitzern. Detective Spooner steht ihnen jedoch skeptisch gegenüber. Als der Erfinder der Roboter bei einem mysteriösen Selbstmord ums Leben kommt, beginnt Spooner mit den Ermittlungen und stößt auf merkwürdige Anomalien.

Der Film ist spannend, aber leider auch etwas zu leicht vorhersehbar. Der Bösewicht im Hintergrund ist für viele bald gefunden. Aber trotzdem ist man von den schnellen Bildern und teils witzigen Szenen gefesselt. Der Film erinnert an Terminator und die Animatrix. So könnte auch die Entstehung der Matrix begonnen haben. Für Freunde der Technik ist er auf jeden Fall zu empfehlen.

Traumschiff Periode 1 (28.07.2004)

Schon lange keine Neuigkeiten auf der Kinoseite. Aber die letzten Wochen sind auch nicht viele besonders spannende Filme gestartet. Und als Auftaktknaller gab es nun den zweiten Bully Film. Der Schuh des Manitou hat die Meßlatte hoch gelegt. Allerdings ist das rosarote Weltraum Thema ein etwas anderes Gebiet.

Wer nicht die Bully Parade in Fernsehen gesehen hat, wird mit der schwulen Star Trek Crew um Käptn Kork nicht viel anfangen können. Diese ist am Anfang etwas verärgert, müssen sie doch einen Urlaubstrip nach Waikiki verschieben, um die Erde vor der Invasion der dunklen Marsianer zu retten. Kurzerhand wird eine Zeitreise in die Vergangenheit unternommen, um die damalige Landung eines Ufos in der Area 51 zu verhindern. Mit Hilfe dieser Technik konnte der Mars später besiedelt werden. Der böse Jens Maul ist ihnen aber auf den Fersen.

Ich habe vorher schon viele schlechte Meinungen über den Film gehört. Aber wie immer bilde ich mir einen eigenen Standpunkt. Und so schlecht, wie ihn manche machen, ist er nicht. Gegenüber DSdM hat Bully sicherlich nachgelassen. Aber lustig ist der Film immer noch. Die Special Effects sind für einen deutschen Film sogar sehr gut gelungen. Nur an den Gags hätte man mehr arbeiten müssen. Gut fand ich auch das Wiedersehen mit Santa Maria. Till Schweiger in seiner Nebenrolle hat mir auch gut gefallen. Wer aber das tuntige Trio nicht mag, der sollte schnell das Weite suchen!

Spiderman 2 (07.07.2004)

Die Spinne ist zurück. Der Kinoerfolg des vorletzten Jahres hat uns nun einen Nachfolger beschert. Von den Kritikern gelobt, ist doch etwas Skepsis angesagt. Welche Comicverfilmung darf das schon von sich behaupten? Kann der zweite Teil die Erwartungen erfüllen?

Peter Parker ist nicht zufrieden. Er ist hin und hergerissen zwischen Studium, Freunden, Job und seiner Haupttätigkeit, dem Leben als Spiderman. Von der Presse zu einem Verbrecher gemacht, will er doch nur anderen Menschen helfen, scheint aber dieser Herausforderung nicht gewachsen zu sein. Als dann auch noch seine große Liebe jemand anderen heiraten will, beschließt er, nicht mehr Spiderman zu sein, sondern ein normales Leben zu führen. Als der geniale Wissenschaftler Dr. Octavius durch einen Unfall in ein Tentakel bewehrtes Monster verwandelt und zur Bedrohung für die Stadt wird, muß Peter aber dem Ruf seiner Bestimmung folgen.

Ich weiß, warum die Kritiker diesen Film mögen. Es wird versucht, aus einem Comic einen Charakterfilm zu machen. Der ganze Film dreht sich um die Selbstzweifel von Spiderman und um den Liebeskonflikt zwischen ihm und Mary. Meiner Meinung nach, hat man den Bogen aber überspannt. Der Film ist zu langatmig. Die meiste Zeit wird mit Dialogen gefüllt und viel zu kurz kommen in den wenigen Actionszenen die Spezialeffekte zum Einsatz. Für eine Comicverfilmung ist das der falsche Ansatz. Hier wäre ein goldener Mittelweg besser gewesen. Actionfreunde warten lieber auf den Videostart oder schauen ihn sich mit der Freundin an.

Shrek 2 (02.07.2004)

Was haben wir damals über den grünen Oger im ersten Teil gelacht. Shrek hatte ein wahres Gag Feuerwerk und viele Seitenhiebe auf Märchen, Filme und Verleihstudios zu bieten. Zusammen mit der komplett im Computer erzeugten Darstellung setzte er neue Maßstäbe an nachfolgende Zeichentrickfilme. Und so waren die Erwartungen für den Nachfolger nicht gerade die Kleinsten.

Shrek und seine frisch gebackene Braut Fiona werden von seinen Schwiegereltern zu Besuch geladen. Diese wollen ihn endlich kennenlernen. Allerdings erwarten sie den Prinz Charming, der, wie von der guten Fee vorhergesagt, Fiona im ersten Teil retten sollte. Um so überraschter sind sie, als ein grünes Monster vor ihnen steht. Und nebenbei fordert die Familie Charming ihre vor langer Zeit zugesicherten Abmachungen ein.

Shrek 2 läßt es langsamer angehen. Man merkt, daß im ersten Teil viele gute Ideen schon verbraucht wurden. Für den zweiten Teil mußte man etwas länger suchen. Aber trotzdem ist viel Witz im Detail versteckt. Er kommt nicht ganz an das Original heran, aber ist immernoch ein gut anzusehender und unterhaltsamer Film.

Mindhunters (30.06.2004)

Wenn man schon das erste Halbfinale der EM 2004 verpaßt, um ins Kino zu gehen, dann hofft man, daß es sich wenigstens gelohnt hat. Die Story zählt zwar nicht zu den innovativsten Einfällen, aber es kommt ja immer darauf an, was man daraus macht. Der Trailer versprach jedenfalls einen spannenden Thriller.

Die Ausbildung eines FBI Profilers, also der Leute, die Täterprofile erstellen sollen, ist nicht einfach. Und so schickt der Ausbilder Jake seine Schützlinge auf eine einsame Insel, wo sie als Team einen Serienkiller analysieren und zur Strecke bringen sollen. Als dann der erste richtige Mord passiert, gerät die Übung außer Kontrolle und die Jäger werden zu Gejagten.

Die Geschichte von den zehn kleinen Negerlein (nicht P.C., ich weiß) ist bekannt und nicht neu. Aber sie wurde recht spannend umgesetzt. Man tappt als Zuschauer lange im Dunklen, ehe das Geheimnis gelüftet wird. Gewürzt wird die Jagd durch einige spektakuläre Tode. Als Kritik muß man sich aber gefallen lassen, daß der Ermittlungsteil zu kurz kommt. Ich hätte mir mehr Rätsel und Puzzles gewünscht, welche von den Darstellern zu lösen sind. Alles in allem ein spannender Thriller mit kleinen Schwächen.

The Punisher (20.06.2004)

The Punisher wirbt mit Action, Action und Action. Ein Film zum Abschalten und Popcorn essen. Also ein guter Kandidat um mal wieder in eine OV zu gehen ohne allzuviel zu verpassen. Außerdem hat man den Vorteil zu wissen, daß man die ungeschnittene Version sieht. Das ist heutzutage, wo schon Harry Potter der deutschen Schnittschere zum Opfer fällt, recht selten.

Der Undercover Ermittler Frank steht kurz vor dem Rücktritt, um sich mehr um seine Familie kümmern zu können. Leider wird bei seinem letzten Einsatz der Sohn eines Unterweltbosses getötet. Dessen Vater rächt sich, und erschießt Franks gesamte Familie auf einer Familienfeier. Doch Frank überlebt wie durch ein Wunder und schwört Rache. Der Bestrafer macht sich an die Arbeit.

Ein reiner Actionfilm wartet auf den interessierten Zuschauer. Es wird geschossen, geprügelt, in die Luft geflogen und demoliert, was das Filmbudget hergibt. Das zum Schluß kein Geld für Dialoge oder Story übrig geblieben ist, stört nicht weiter. Deswegen geht man nicht in diesen Film. Wer also schönes krachendes Popcornkino sehen will, der ist hier gut aufgehoben.

Harry Potter III (09.06.2004)

Viel Zeit ist ins Land gegangen, seit ich Harry Potter das letzte Mal auf der Leinwand sehen konnte. Die DVDs stehen schon längst in der Ramschecke und nun endlich kommt die Verfilmung des dritten Buches ins Kino.

Harry absolviert das dritte Jahr auf der Zauberschule in Hogwarts. Mit seinen Freunden muß er dieses Mal gegen Dementoren kämpfen, und ist auf der Suche nach dem geheimnisvollen Sirius Black, der aus dem Zaubergefängnis ausgebrochen ist, und es auf Harry abgesehen hat.

Wer das Buch kennt, wird dem Film nichts Neues entnehmen. Der neue Regisseur hat die Kulissen geändert, Harry hat eine neue Syncronstimme und alles wird reifer in der Potter Welt. Einige Kritiken bleiben aber hängen. Die Dementoren haben mir nicht wirklich gut gefallen, der Film ist viel zu kurz für das Buch (was soll das erst beim 5. Teil werden) und einige Charaktere habe ich vermißt. Ansonsten ist es ein solider Potter Film, den man sich gerne anschaut, ohne es zu bereuen.

Day after Tomorrow (02.06.2004)

Roland Emmerich, neben Wolfgang Petersen der zweite große Hollywood Import aus deutschen Landen, hat sich an einen Film gesetzt, in dem es um die Klimakatastrophe geht. Wer Emmerich kennt, weiß, das seine Filme sehr patriotisch angehaucht sind, und so spielt der Film auch nur in den USA. Aber was soll man nach so zweifelhaften Werken wie ID4, Godzilla und The Patriot erwarten?

Übermorgen (nichts anderes bedeutet der Titel im Deutschen) soll es soweit sein. Der Golfstrom kommt zum erliegen, und die Nordhalbkugel versinkt in einer Klimakatastrophe die zu einer Eiszeit wird. Mittendrin, statt nur dabei, ist der Klimaforscher Jack, gespielt von Dennis Quaid und sein Sohn. Das Chaos beginnt und Jack trifft die Entscheidung, seinen Sohn aus dem vereisten New York zu retten. Dabei ist ihm kein Hindernis zu hoch.

Wenn man mal von der an den Haaren herbeigezogenen Vater Sohn Beziehung absieht, bleibt ein sehr beeindruckender Film. Doch dafür sorgen nicht nur die Schauspieler, sondern eher die mit viel Nacharbeit am Computer entstandenen Wettereffekte. Wunderschöne Bilder von Tornados und Überschwemmungen runden die optische Vielseitigkeit ab. Also lautet der beste Tip, den ich geben kann, vergeßt die Handlung, laßt einfach die Bilder auf Euch wirken. Dann wirds auch was mit dem Film.

Der Wixxer (26.05.2004)

Ich muß sagen, ich bin mit gemischten Gefühlen in diesen Film gegangen. Als großer Oliver Kalkofe Fan (Mattscheibe, Frühstyxradio) war ich gespannt, was bei dem Projekt herauskommt. Allerdings sind große deutsche Klamaukfilme eher die seltene Ausnahme. Zur Seite standen zwei weitere Größen des deutschen Fernsehhumors, Bastian Pastewka und Oliver Welke.

Basis des Films sind die alten Edgar Wallace Filme. Wer kennt sie nicht, Joachim Fuchsberger, Klaus Kinsky und Eddi Arent. Inspektor Even Longer jagt seit Jahren vergeblich den Wixxer, einen Verbrecher der Londoner Unterwelt. Nun wird ihm sein neuer Kollege Very Long zur Seite gestellt und neue Spuren führen sie auf die Fährte des Ganoven.

Mich konnte der Film nicht so richtig überzeugen. Die Witze waren teilweise nicht so richtig komisch, man wußte recht schnell, wer sich hinter der Maske des Wixxers verbirgt, und so dümpelte die Geschichte etwas vor sich hin. Viel Witz haben die Autoren in die Benamung der Rollen gesteckt. Leider wird das den des Englischen nicht mächtigen Besuchern entgehen. Die meisten Lacher dürfte noch der Butler als Hitler Parodie auf seiner Seite haben. Da hilft leider auch ein Olli Dittrich oder eine Anke Engelke nicht. Diesen Film muß man "leider" nicht unbedingt gesehen haben.

Troja (19.05.2004)

Sandalenfilme waren ja lange Zeit out. Mit Gladiator gelang jedoch ein glänzendes Comeback dieses fast vergessenen Genres. Und nachdem die Computer in Herr der Ringe bewiesen haben, daß man für große Schlachten kaum noch Material benötigt, hat sich Wolfgang Petersen wohl entschieden, den Kampf um Troja zu verfilmen. Immerhin bietet der Stoff alles, was eine gute Geschichte auszeichnet.

Wer die Ilias gelesen hat, kennt die grobe Geschichte. Der trojanische Prinz Paris entführt die Gemahlin des Königs von Sparta. Daraufhin versammelt sich die gesamte griechische Armee um Helena zurück zu holen und Troja zu vernichten. Anzumerken ist dabei, das Petersen sich nur entfernt an das Original hält. Im Detail wurde der Stoff an Hollywoods Erfordernisse angepaßt.

Von der schauspielerischen Leistung her gesehen, kann der Film mit vielen guten Charakteren aufwarten, Brad Pitt (Achilles), Diane Krüger (Helena), Eric Bana (Hektor) und Orlando Bloom (Paris) liefern eine gute Arbeit. Es fällt auf, das viele Schauspieler schon Erfahrungen in der Herr der Ringe Trilogie gesammelt haben. Es gibt große Schlachten und gute Duelle. Der Film verliert allerdings etwas an Spannung, da man zum Einen die Geschichte kennt und sie zum Anderen von Petersen stark komprimiert wird. Trotzdem ist ein guter Film dabei entstanden..

50 erste Dates (12.05.2004)

Man erinnert sich an den großen Film "Und täglich grüßt das Murmeltier", wenn man den Trailer gesehen hat. Ein unerreichter Film meiner Meinung nach, weil ihm eine geniale Idee zugrunde lag. Und nun hat Hollywood das gleiche Prinzip in eine romantische Komödie gesteckt und mit Drew Barrymore und Adam Sandler zwei doch recht polarisierende Darsteller genommen. Na schaun wir mal, was daraus geworden ist.

Lucy hatte mit ihrem Vater am Tag seines Geburtstags einen Autounfall, bei dem sie ihr Kurzzeitgedächnis verlor. Sie hat immer nur die Erinnerungen des aktuellen Tages und der Zeit vor dem Unfall. Wenn sie aufwacht glaubt sie also ständig den gleichen Tag zu erleben. Ihre Familie spielt dieses Spiel zu ihrem Schutz mit, so daß ihr Vater sozusagen jeden Tag Geburtstag hat. Dann verliebt sich Frauenheld Henry in sie. Dumm nur, daß sie sich am nächsten Tag nicht mehr an ihn erinnert. Und so beginnt die Geschichte einer eigenartigen Beziehung, in der Henry jeden Tag erneut Lucy erobern muß. Aber er gibt nicht auf, sondern versucht ihr das Erinnern leicht zu machen.

Der Film ist witziger als man denken könnte. Es macht Spaß, den teils vergeblichen Bemühungen zuzuschauen. Gleichzeitig wünscht man sich aber, daß es zu einem Happy End kommt. Wie das ausfällt, wird aber nicht verraten. Ich habe jedenfalls so gut wie schon lange nicht mehr gelacht. Der Film hat doch einiges fürs Zwerchfell parat. Einige wenige Witze gehen leicht unter die Gürtellinie, aber ansonsten kann ich ihn mit einem Gut bewerten. Für verliebte Pärchen ein Muß.

Van Helsing (05.05.2004)

Jetzt habe ich diese Kritik schon fast eine Woche vor mir hergeschoben und will mal schauen, ob ich mich noch an den Film erinnern kann. Was erwartet man von einem Film, in dem sich die X-Men mit Dracula und Frankenstein herumschlagen müssen? Was erwarten wir generell von Comic Verfilmungen? Richtig, nicht allzuviel. Wir sind mit keiner Handlung aber viel Action zufrieden.

Hugh Jackman, aka Wolverine, spielt den legendären Monsterjäger Van Helsing, der im Auftrag der Kirche Gestalten wie Jekyll und Hyde jagt. Dieses Mal führt ihn sein Auftrag nach Transylvanien, wo er Dracula persönlich zur Strecke bringen soll. Hilfe bekommt er dabei von der wunderschönen Anna, gespielt von Augenweide Kate Beckinsale, welche als Letzte ihrer Familie einen uralten Familienschwur erfüllen muß. Und so kämpfen sich die beiden durch Horden von Vampiren, treffen Frankensteins Monster und den geheimnisvollen Wolfsmenschen.

Im Gegensatz zu schlechten Comicverfilmungen, wie z.B Dare Devil, wartet Van Helsing wenigstens mit einer kleinen Story auf. Diese wird durch das Feuerwerk an Stunts und Special Effects in einen abwechslungreichen und schön anzuschauenenden Popcorn Streifen verwandelt. Unterhaltung steht im Mittelpunkt und darum vergißt man schauspielerische Leistungen schon beim Anblich der in Lack und Leder gekleideten Hauptakteurin. Ein für meinen Geschmack gut gemachter Fantasy-Action Film.

Kill Bill Vol. 2 (25.04.2004)

Endlich ist es soweit. Die Fortsetzung des neuesten Tarantino Streifens läuft im Kino. Erwartungsfroh stürzen sich Massen von Menschen in die Vorstellungen, um Uma Thurman zu huldigen und das Ende von Bill zu erleben. Oder ist das vielleicht zu voreilig?

Inhaltlich bringt der zweite Teil eine sehr kurze Zusammenfassung der bisherigen Handlung, um dann direkt in die Story einzusteigen. Viel verändert hat sich daran nicht, warum auch. Es ist ein zweiter Teil. Uma will sich immer noch an den Leuten rächen, die sie auf ihrer Hochzeit töten wollten. Aber am Ende wartet noch eine kleine Überraschung auf sie.

Inhaltlich passen beide Teile gut zusammen. Vom Konzept her sind sie jedoch völlig verschieden. Während der erste Teil unverkennbar die Handschrift Tarantinos trägt, mit Witz erzählt wird und durch sein chronologisches Durcheinander sehr abwechslungsreich ist, wirkt der zweite Teil eher gemäßigt. Es gibt kaum noch Kämpfe, der Witz ist auch abhanden gekommen, und der größte Teil des Films konzentriert sich in den teilweise langen Dialogen zwischen den Darstellern. Vom Score des ersten Teils ist nicht viel übriggeblieben. Das ist sehr schade, aber alleine Uma zu sehen, reicht noch für eine gute Bewertung. Der beste Teil des zweiten Films ist für mich das Kampftraining. So hätte man auch Vol. 2 zum Highlight des Jahres machen können.

Dawn of the Dead (21.04.2004)

Horrorfilme schaue ich mir ja schon ab und zu an. Zombiefilme kann ich dagegen an einer Hand abzählen. Der letzte dieser Art war Versus und hat mir ganz gut gefallen. Dawn of the Dead ist ein Remake des Originals aus den 70ern. Da ich das Original nicht kenne, ging ich daher ohne Erwartungen in den Film. Ok, nicht ganz. Erwartet wurde viel Blut.

Als die Krankenschwester Ana nach Hause kommt und sich auf den Feierabend freut, ahnt sie noch nicht, daß dies der letzte Abend ihres bisherigen Lebens sein sollte. Als sie am nächsten Morgen aufwacht, machen bereits Untote Jagd auf die restlichen Menschen. Sie flüchtet durch ihre im Chaos versinkende Siedlung und trifft auf weitere Überlebende, die auf der Suche nach einer sicheren Unterkunft sind.

Der Rest ist schnell erzählt. Es geht um das Überleben inmitten der Unmengen von Zombies. Der Film ist heftig. Nicht umsonst hat er ein FSK 18 Rating bekommen. Aber neben den Splatterszenen trifft der Streifen oft den lustigen Nerv des Zuschauers. Besonders der Hintergrund Score ist teilweise richtig komisch. Wenn sich die Überlebenden durch das Kaufhaus schleppen und dabei "Don't worry, be happy" aus den Dudellautsprechern kommt, kann man sich ein Lachen kaum verkneifen. Alles in allem ein guter Film, der keine großen Spannungslücken hat und auch zum Lachen animiert, falls man noch den Nerv dafür hat. Definitiv sollten sich aber nur harte Gemüter in die Vorstellung begeben. Aber die dürfen den Abspann nicht verpassen!

Die purpurnen Flüsse 2 (14.04.2004)

Nach einer Woche Pause ging es dieses mal wieder um ein Sequel eines doch recht erfolgreichen französischen Films. Eine mystische Story, Luc Besson als Autor und Jean Reno in der Hauptrolle versprechen spannende französische Actionkost.

Wie im ersten Teil ermitteln Kommissar Niemans und Inspektor Kerkerian in zwei unterschiedlichen Fällen, kommen aber durch die zusammenhängenden Ereignisse gemeinsam einer Vereinigung auf die Spur, welche Jesus und seine 12 Apostel darstellt. Dummerweise werden diese von übernatürlichen Mönchen der Reihe nach durch Ritualmorde ins Jenseits befördert. Was verbirgt sich wohl hinter dieser Mordserie?

Den Vorgänger habe ich gerade erst auf DVD geschenkt bekommen und muß sagen, es ist wieder einmal ein Nachfolger, der dem Original nicht das Wasser reichen kann. Der Film enthält dank Luc Besson mehr Action Anteile, verkommt durch die komische Geschichte aber zu einem recht einfallslosen Abend. Hier hätte man wesentlich mehr daraus machen können. Das Ende ging zu schnell über die Bühne, der Oberbösewicht stirbt recht unspektakulär, nur die anfänglichen Ermittlungen und das Geheimnis der Mönche bieten Spannung. Schade, ich hätte mir mehr erwartet. Es bleibt ein durchschnittlich guter Film für Freunde von Jean Reno.

Starsky & Hutch (31.03.2004)

Nach den Engeln kommt nun das nächste Remake einer alten Fernsehserie ins Kino. Die beiden Polizeiagenten bieten eigentlich alles, was einen guten Film ausmacht. Witz, Action und coole Autos. Was mich nur etwas gewundert hat, war die Besetzung von Starsky mit Ben Stiller. Das verspricht eher einen Abstecher in die Klamauk Ecke.

Die beiden unterschiedlichen Cops Starsky und Hutch werden im Zuge eines Ermittlungsfalles zu Partnern wider Willen. Sie jagen einen Drogenbaron, der eine neue Art von Kokain entwickelt hat. Dieser Stoff kann nicht mehr von Hunden aufgespürt werden. Viel mehr gibt es zur Handlung leider auch nicht zu sagen. Leider.

Stiller ist die erwartete Fehlbesetzung geworden. Durch ihn driftet der Film teilweise ins Lächerliche, wo eigentlich Witzigkeit angesagt wäre. Die dürftige Story und die leichte Langatmigkeit am Anfang fallen auch negativ auf. Positive Seiten des Films findet man im guten Soundtrack und im Gastauftritt der originalen Schauspieler als Doubles. Man merkt dem Film aber seine Mittelmäßigkeit an. Schade, da hätte man wie so oft mehr draus machen können.

Gothika (24.03.2004)

Halle Berry in einem anspruchsvollen Film. Ob das unsere nah am Wasser gebaute Schönheit meistert? Wie offenherzig ist sie diesmal? Und wie gruselig ist der Film, dessen Trailer düstere Stimmung verbreitet? Fragen über Fragen, die diesmal geklärt werden sollten. Auf jeden Fall hatte sich die Mehrheit gegen die Passion Christi entschieden, so daß es kein Entrinnen gab.

Die Psychiaterin Miranda Grey arbeitet in einer Nervenklinik für Frauen. Täglich versucht sie geistig verwirrte Patientinnen zu analysieren und die Ursachen ihrer Störungen zu ermitteln. Doch eines Tages wacht sie selbst mit einem Blackout in einer Zelle auf und erfährt, daß sie ihren Ehemann ermordet haben soll. Nun versucht die rational denkende Frau hinter die Ursache dieser Tat zu kommen und stellt fest, daß niemand einer angeblich Irren Glauben schenkt.

Gothika bezieht seine Spannung wie The Sixth Sense aus der Tatsache, daß der Zuschauer erst nach und nach Teile des Puzzels erkennt. Die Geschichte ist mit einer übernatürlichen Umgebung aufgepeppt, von der man nicht ganz weiß, ob sie real ist, oder nur im Gehirn der Hauptdarstellerin existiert. An Grusel- und Schockeffekten wurde auch nicht gespart. Leider wird die Story ab der Hälfte des Films vorhersehbar. Dadurch leidet die Bewertung etwas. Ansonsten ist es ein spannender düsterer Film, den sich mutige Frohnaturen ruhig ansehen können. Und wer weibliche Begleitung mitnimmt, sollte nicht den Krallenschutz für die Arme vergessen.

Bärenbrüder (19.03.2004)

Eigentlich wollte ich ja zum Bowling gehen. Aber was macht man, wenn alle absagen, und man nur zu zweit vor Ort ist? Na klar, kurz entschlossen ins Kino gehen. Der Film wurde auch schnell festgelegt. Viel Auswahl gab es sowieso nicht. Und damit bin ich freiwillig das erste Mal in einen singenden und tanzenden Disney Zeichentrickfilm gegangen. Die Erwartungen waren im Keller

Kenai ist ein junger Eingeborener in Amerika, der kurz vor der Erwachsenenprüfung steht. Mit seinen beiden Brüdern bilden sie ein unzertrennliches Trio. Doch eines Tages opfert sich der Älteste von ihnen, um die beiden anderen vor einem gereizten Bären zu beschützen. Voller Haß und Zorn macht sich Kenai auf den Weg, den Bären zur Strecke zu bringen. Dadurch weckt er aber den Zorn der Geister und wird selbst in einen Bären verwandelt. Nun muß er sich mit der Rolle des Gejagten abfinden und lernt das Leben von einer ganz anderen Seite kennen.

Eines vorweg, trotz der typischen Gesangseinlagen (Bitte bitte, laßt Phil Collins nie wieder auf Deutsch singen) hat mir der Film erstaunlicherweise gut gefallen. Die Einleitung ist etwas zu lang geraten, und der moralische Zeigefinger hebt sich oft, aber dafür ist es auch eher an das kindliche Publikum gerichtet. Der Film ist stellenweise richtig witzig und sehr kurzweilig. Besonders die beiden Elche haben dermaßen viel Lachpotential, daß es fast nach einem eigenen Film schreit. Nur die technische Seite haben die Zeichner von Disney etwas vernachlässigt. Der Film hätte auch problemlos vor 10 Jahren im Kino laufen können. Da sind andere Studios schon um einiges weiter. Alles in Allem war es aber ein schöner Film für die ganze Familie.

Welcome to the Jungle (17.03.2004)

Der Wrestlingstar The Rock drängt immer mehr auf den Filmsektor. Nach seinen Auftritten in "Die Mumie kehrt zurück" und "The Scorpion King" kommt er in dieser Action Komödie zurück auf die Leinwand. Möglicherweise wächst hier gerade der Nachfolger von Arnie heran. Aber dazu wird es schon noch einige Zeit brauchen. Schauen wir mal, wie er sich in seinem neuesten Streifen präsentiert.

Beck ist professioneller Eintreiber. Für seinen Boss sucht er gefährliche schwere Jungs, um von ihnen Schulden einzutreiben. Dabei geht er nicht gerade zimperlich zu Werk. Als letzten Auftrag wird er losgeschickt, um den Sohn des Chefs aus dem Amazonas zurück zu holen, wo dieser einem legendären Goldschatz auf der Spur ist. Der Besitzer der örtlichen Goldmine ist allerdings auch scharf auf den Schatz und hofft gleichzeitig die Rebellen, die gegen seine Ausbeutermethoden kämpfen, zu beseitigen. Es entwickelt sich ein Kampf ums Überleben und um die Freiheit.

Der Film hat einen sehr guten Anfang und auch ein schönes Ende. Zumindestens wenn man die Action zugrunde legt. In der Mitte stören aber einige arg lange Hänger den konstanten Bildgenuß. Deshalb gibt es auch nur eine mittelmäßige Bewertung. Wenn man das Anfangspotential über den ganzen Film beibehalten hätte, wäre es ein richtig guter Streifen geworden. So allerdings macht man sich zu viele Gedanken über die doch arg zusammengestückelte Hintergrundstory. An Besten fand ich noch den Kurzauftritt von Arnie zu Beginn. Fazit: Ein mittelmäßiger Actionfilm mit einigen guten Lachern, bei dem man ruhig zwischen Anfang und Ende eine längere Pause auf dem Klo machen kann.

... und dann kam Polly (10.03.2004)

So viele neue Filme sind letzte Woche nicht angelaufen. Die Perle unter ihnen hatte einen ungewohnten Titel. Laut Trailer wurde uns eine humorvolle Liebesgeschichte versprochen. So kurz nach "Was das Herz begehrt" ein recht mutiger Veröffentlichungstermin. Aber immerhin hatte man auch für diesen Film einige Stars ins Aufgebot bestellt. Als alter Friends Fan freute ich mich also auf ein Wiedersehen mit Jennifer Aniston und Ben Stiller als Bonus.

Reuben ist von Beruf Risiko Analyst. Er untersucht potentielle Lebensversicherer auf ihr Versicherungsrisiko. Von Berufs wegen ist sein Leben auch sehr risikoarm. Alles scheint perfekt zu laufen, bis ihn seine Frau am ersten Tag ihrer Flitterwochen mit dem Tauchlehrer betrügt (so viel Realismus ist schon fast zu viel für einen Film). Etwas desorientiert trifft er zwei Wochen später Polly, seine Sitznachbarin aus der Schule und das personifizierte Chaos. Diese Bekanntschaft wird sein Leben verändern.

Viel Glück hat Jennifer bisher noch nicht mit ihrer Kinokarriere gehabt. Vielleicht waren es bisher auch die falschen Filme. In Friends kam sie jedenfalls besser zur Geltung. Aktuell scheint sie eine zweite Meg Ryan werden zu wollen. Auch in diesem Film will der Funken nicht so richtig überspringen. Mit ihren 35 Jahren und ihren diversen Operationen macht sie zumindestens eine gute optische Figur. Ben Stiller ist in letzter Zeit auch mehr auf dem Komödien Pfad. Mit Starsky & Hutch steht schon der nächste Klamauk Streifen ins Haus. Aber irgendwie waren die Gags nicht so mitreißend. Es gab einige lustige Stellen, aber es gab auch andere gezwungen wirkende Szenen, bei denen ich nicht so richtig lachen konnte. Alles in allem eine nette Liebeskomödie die man schnell wieder vergessen wird. Im direkten Vergleich hat Nicholson jedenfalls einen großen Vorsprung.

Scary Movie 3 (03.03.2004)

Als regelmäßiger Kinobesucher hat man gute Chancen, alle Anspielungen der Scary Movie Reihe zu verstehen. Zur Zeit war das Angebot sowieso nicht so spannend, so daß nichts gegen etwas billige Unterhaltung gesprochen hätte. Und billig, da stehen wir doch drauf *g*.

Im dritten Teil von Scary Movie hat das Zucker & Zucker Produktionsteam die Leitung übernommen. Wer Hot Shots und die Nackte Kanone kennt, weiß, auf was er sich daher einzustellen hat. Man merkt es auch etwas am Inhalt. Während die ersten Teile trotz Klamauk noch auf einen gewissen Gruselfaktor aufgebaut haben, dreht sich im neuen Teil alles nur noch um den Slapstick. Dieses Mal wurden hauptsächlich Signs, Matrix, The Ring und The Sixth Sense aufs Korn genommen. Die Basisstory wurde von The Ring adaptiert.

Wie bei allen Zucker & Zucker Filmen ist eines wichtig. Man sollte das Gehirn an der Gaderobe abgeben. Die Witze ist teilweise sehr platt und man muß sich anstrengen zu lachen. Andererseits sind auch einige kleine Perlen versteckt. Wer die vier oben genannten Filme nicht kennt, sollte sich nicht wundern, wenn der Film an einen vorbei läuft. Wer den typischen Nackte Kanone Humor mag, kann da schon einiges mehr lachen. Ich empfehle den Film also nur für eingefleischte Fans des Genres.

Was das Herz begehrt (25.02.2004)

Das hat man selten. Kurz hintereinander kommen Filme mit Tommy Lee Jones, Bill Murray und Jack Nicholson ins Kino. Das Jahr hätte schlechter beginnen können. Der Trailer war witzig und es kamen Erinnerungen an "Besser gehts nicht" hoch. Und so standen die Vorzeichen auf Doppelgrün.

Jack Nicholson spielt den alten Playboy Harry, der sich in seinem Leben mit vielen Frauen unter 30 Jahren umgeben hatte, aber noch nicht die Liebe kennen lernen konnte. Und so passiert es, daß er während eines geplanten romatischen Wochenendes mit seiner aktuellen Liaison, ihre geschiedene Mutter Erica kennenlernt. Die beiden können sich anfangs nicht ausstehen, sie ist zu alt, er ist zu sehr Macho, lernen sich aber im Laufe des Film näher kennen und lieben. Und wenn da nicht Harrys behandelnder Arzt (gespielt von Keanu Reeves) wäre, der auch von Erica angetan ist, würde der Film schneller enden, als lieb wäre.

Es war wieder einer dieser schönen Abende, an deren Ende man verträumt und glücklich nach Hause geht. Der Film war witzig (ein echter Nicholson) und romantisch, und auf ein Happy End muß man auch nicht verzichten. Jack Nicholson spielt den gealterten Playboy hervorragend. Keanu Reeves bleibt in seiner Rolle blaß und Diane Keaton als Erica könnte auch überzeugen, wenn nicht ihr teilweise nerviges Lachen irgendwann auf den Senkel gehen würde. Alles in allem ein schöner Film, bei dem man sich ärgern sollte, wenn man stattdessen das Stuttgarter CL Spiel gesehen hätte.

The Missing (19.02.2004)

Eigentlich wollte ich mir ja Hart am Limit ansehen. Schöne Frauen, heiße Motorräder und coole Musik hätten einen kurzweiligen Abend versprochen. Aber unsere anspruchvollen Kinokonsumenten haben mich überstimmt. Und so gingen wir in diesen als Western angekündigten Streifen. Nun gut, ich mag Western. Zumindestens bis heute.

Cate lebt mit ihren beiden Töchtern auf einer Ranch in New Mexico. Nach Jahren kehrt ihr Vater zurück, der ihre Mutter verlassen hatte, um ein Indianer zu werden. Das hatte sie ihm nie verziehen, da ihre Mutter und ihr Bruder daran zu Grunde gingen. Mit Hilfe ihrer Angestellten verjagt sie ihren Vater. Kurz darauf werden ihre Angestellten von räubernden Apachen ermordet und eine ihrer Töchter entführt. Da sie keine andere Lösug sieht, nimmt sie gezwungener Maßen die Hilfe ihres Vaters in Anspruch, um die Entführer zu jagen und ihre Tochter zu befreien.

Das Positive vorweg, der Film bietet schöne Bilder. Beim Rest ist eher Mittelmaß angesagt. Als Western ist er aber enttäuschend. Diese Geschichte hätte man auch in einer anderen Umgebung spielen lassen können. Die Story ist auch zu vorhersehbar und teilweise unglaubwürdig. Extrem nervend ist die entführte Tochter, die den gesamten Film über sehr unsympatisch wirkt und es schafft, jeden Fluchtversuch durch ihre Dummheit zu vereiteln. Ich empfehle diesen Film nur für echte Tommy Lee Jones Fans.

Underworld (31.01.2004)

Der Trailer war gar nicht mal schlecht. Eine düstere Welt, in der sich Vampire und Werwölfe einen blutigen Krieg liefern, erinnert an Matrix und Blade. Das versprach eine gute Mischung aus beiden Genres. Und zur Abwechslung wurde er sich in der originalen Version angesehen. Eine gute Wahl, da der Film nicht viel Wert auf umfangreiche Dialoge legt.

Wie schon gesagt, handelt der Film über den Krieg zwischen Werwölfen und Vampiren. Die Hauptfigur Selene (Kate Beckinsale) ist eine Kriegerin der Vampire und immer auf der Suche nach Werwölfen. Diese sind schon fast ausgerottet und kämpfen um den Fortbestand ihrer Rasse. Gleichzeitig forschen sie an einer Vereinigung der Erbmasse beider Arten um eine übermächtige Kreuzung zu züchten. Dazu sind sie auf der Suche nach dem letzten menschlichen Nachfolger des Ersten, aus dem früher Vampire und Werwölfe hervorgegangen sind.

Trotz der schlechten Kritiken hat mir der Film Spaß gemacht. Wider erwarten hat er sogar annehmbare Handlungsrudimente. Es gibt viel Action und die Atmosphäre ist duch die düstere Darstellung gut in Szene gesetzt. Man darf allerdings keinen anspruchsvollen Film erwarten. Wer Blade und Matrix mag, und eine sehr gut aussehende Vampir Lady sehen möchte, der sollte unbedingt diesen Film besuchen.

Lost in Translation (30.01.2004)

Nachdem ich eine Empfehlung von Arbeitskollegen bekommen hatte und vor der Wahl stand, Mona Lisas Lächeln oder diesen Film zu schauen, gab ich dem anspruchvollerem Streifen eine Chance. Als Hauptdarsteller stand Bill Murray auf dem Programm, neben Jack Nicholson einer der besten Mimiker und Komödianten Hollywoods. Von den restlichen Schauspielern hatte ich noch nichts gehört.

Der Film spielt in Tokio. Bob ist Schauspieler und dreht in Japan einen Werbespot. Seine Ehe kriselt und er selbst befindet sich in einer Selbstfindungs Phase. Während einer seiner Schlafstörungen trifft er die um einiges jüngere Charlotte in der Hotel Bar. Sie begleitet ihren Mann, der beruflich als Fotograf unterwegs ist, und sie oft alleine zurückläßt. Zwischen Bill und Charlotte entwickelt sich eine zarte romantische Beziehung, die aber ihre festen Grenzen hat, die von beiden nicht überwunden werden können. Ein Happy End wird man daher in Sofia Coppolas Film umsonst suchen.

Begeistern konnte die schöne Darstellung des japanischen Flairs. So stellt man sich das Land der aufgehenden Sonne vor. Die Beziehung zwischen den beiden Hauptdarstellern ist schön erzählt und in Szene gesetzt. Bill Murray sorgt für den einen oder anderen Lacher und man leidet schon etwas mit ihm. Von Scarlett Johansson alias Charlotte wird man in Zukunft noch einiges hören. Sie spielt die Rolle der leicht vernachlässigten Ehefrau sehr gut. Leider leidet der Film aber unter einer gewissen Ereignislosigkeit. Somit plätschert die Handlung nur etwas vor sich her. Schade, weil dadurch erhält der ansonsten gute Film eine Abwertung.

Paycheck (28.01.2004)

Man kann von Ben Affleck halten, was man will. Seine Mimik ist beeindruckend. Und zwar beeindruckend einfach. Wie dieser Charme eines aufgeweichten Brötchens sich Jennifer Lopez angeln konnte, wird man nie verstehen. Aber egal. Der Trailer versprach einen Film vom Macher von "Mission: Impossible" und vom Autor von "Minority Report". Und er versprach uns Uma Thurman. Also ein Grund, trotz schlechter Vorahnungen, ins Kino zu gehen.

Michael Jennings ist ein Reverse Engineer, also ein Entwickler, der fremde Erfindungen auseinander nimmt, und neu bzw. besser baut. Und er ist der Beste seines Fachs. Den Nachteil, das anschließend wegen Geheimniswahrung immer sein Gedächnis für die Zeit seiner Arbeit gelöscht wird, gleicht man durch große Gehaltsschecks wieder aus. Ein alter Schulfreund bietet ihm den Job seines Lebens an, einen siebenstelligen Betrag für drei Jahre Arbeit. Als Michael nach der Gedächnislöschung wieder aufwacht, erfährt er, daß er auf das Geld verzichtet hat. Gleichzeitig hat er sich einen Umschlag mit 20 merkwürdigen Gegenständen geschickt. Eine Jagd nach dem Wissen, was er die letzten drei Jahre gemacht hat, beginnt.

Ich muß sagen, der Film hat mich etwas überrascht. Er war kurzweilig und manchmal habe ich soger eine gewisse Spannung vermittelt bekommen. Die Story selbst ist sehr gut. Immerhin stammt sie aus der Feder des Blade Runner und Minority Report Autors Philip K. Dick. Aber man hätte noch etwas mehr daraus machen können. Egal. Uma Thurman bekommt man etwas seltener zu Gesicht, aber es ist auch nicht ihre beste Rolle. Ich will endlich Kill Bill Vol. 2 sehen. Allerdings sollte man einige Sachen im Film nicht hinterfragen sondern einfach hinnehmen. Störfaktor Nummer eins war für mich wieder die typische John Woo Motorrad Verfolgung, bei der jedesmal das flüchtende Motorrad von Autos überholt wird. Das ist nun wirklich langsam nur noch albern. Summa summarum ein ganz guter Action Film mit einem Touch Zukunft.

Der Einsatz (21.01.2004)

Al Pacino in einem Film mit "Nicht auflegen" Hauptdarsteller Colin Farrell. Das verspricht ja erstmal eine interessante Mischung zu sein. Der alte große Meister des Charakterfachs und einer, der es ihm nachmachen könnte. Allerdings sollte man den Tag nicht vor dem Abend loben. Die Erwartungen waren nach einem doch recht interessanten Trailer höher als normal.

Der Student und Computerexperte James wird vom CIA Ausbilder Walter rekrutiert, um ein Agententraining zu absolvieren. James willigt ein, weil er sich Informationen über den Tod seines Vaters erhofft. Während der Ausbildung stellt sich James als der Beste seiner Klasse heraus. Darum wird er anschließend als nichtoffizieller Agent auf eine Mitschülerin angesetzt, die für die Gegenseite einen Computervirus stehlen soll. Dummerweise hat sich James während der Schulung in sie verliebt.

Wenn man den etwas hahnebüchenen Vater-Sohn Teil wegläßt, und auch über die teilweise abstrusen Computerdetails hinwegsieht, könnte man den Film für gut halten. Allerdings macht die doch sehr durchschaubare Handlung einen Strich durch diese Rechnung. Schade eigentlich, man hätte mehr aus der Story machen können. Aber wenigstens konnte man herzhaft unfreiwillig lachen, sobald im Film "live" gehackt und programmiert wurde. Einfach köstlich, was sich Hollywood Laien so alles aus den Fingern saugen, damit es elitär real aussehen soll.

The Last Samurai (14.01.2004)

Eigentlich ist Tom Cruise ein Grund, nicht ins Kino zu gehen. Dafür ist er mir zu unsympatisch. Andererseits hat der Trailer zum Film viel versprochen, das sich anzusehen lohnt. Hin und Hergerissen habe ich mich dann doch entschieden, die Kröte zu schlucken, und habe zähneknirschend das Eintrittsgeld bezahlt.

Die Geschichte spielt 1876 im fernen Japan. Ein durch die Niederschlagung der Indianeraufstände berühmt gewordener US Soldat wird mit der Ausbildung der kaiserlichen japanischen Armee beauftragt. Ziel ist es, die aufständischen Samurai zu besiegen. Der mit seinem Leben unzufriedene und vom Alkohol abhängige Amerikaner wird bei seinem ersten Gefecht gefangen genommen und in die Berge verschleppt. Der Anführer der Samurai ist von seinem Kampfgeist und der fremden westlichen Einstellung zum Kampf begeistert und versucht von seinem Gefangenen zu lernen. Dieser wiederum lernt die ihm fremde Lebensweise der Samurai kennen und lieben. Schlußendlich hat er mit seinem alten Leben abgeschlossen und weiß, auf welcher Seite er im finalen Kampf steht.

Herausgekommen ist ein wunderbarer Film über das Leben, den Kampf und die Ehre der Samurai. Eine weitere Perle nach Tiger and Dragon und Kill Bill Vol.1. Wobei letzterer eher kein typischer Vertreter, ersterer ein reiner asiatischer Kampffilm und TLS eine Mischung aus beidem ist. Er ist auf jeden Fall auch mit Tom Cruise sehenswert, aber ich gebe ihm deswegen trotzdem einen kleinen Punktabzug. Freunde des Genres sollten ihn gesehen haben. Bisher der beste Film dieses noch kurzen Jahres. Ich denke er wird diese Position noch etwas halten können.

Shanghai Knights (07.01.2004)

Ja, ich bin leicht masochistisch veranlagt, um diese Frage vorweg zu beantworten. Wenn man nach der Kritik des letzten Jackie Chan Films geht, könnte man zu diesem Schluß kommen. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt, würde ich sagen. Und so war der erste Film des neuen Jahres gewählt. Mangels Alternativen fiel die Wahl nicht so schwer.

Ein Mitglied des britischen Königshauses beschließt, sich in den Besitz des chinesischen kaiserlichen Siegels zu bringen, um im Gegenzug potentielle Thronanwärter von einem chinesischen Renegaten ausschalten zu lassen. Dummerweise tötet er dabei den Hüter des Siegels, was dessen Sohn (Jackie Chan) und seinen Partner (Owen Wilson) auf den Weg der Rache führt. Gemeinsam reisen sie nach London um das Siegel zurückzuholen und den Tod des Hüters zu rächen. Das wird gleich dazu genutzt um Figuren wie Sir Arthur Conan Doyle oder Jack the Ripper einzubasteln. Nett gemacht, aber etwas zu vorhersehbar umgesetzt.

Ich habe Shanghai Noon als recht gut in Erinnerung. Das kann aber daran liegen, daß ich ihn nach dem Kinobesuch damals nicht noch einmal gesehen habe. Im Vergleich fällt die Fortsetzung ab. Im Gegensatz zum Medaillon ist aber wieder eine Steigerung zu sehen. Der Film geht als teilweise unterhaltsame Klamotte durch. Die größten Kritikpunkte fallen wieder einmal auf die Story und die Dialoge. Aber man wird ja bescheiden. Zumindestens wurden meine Gebete erhört. Die Drehbuchautoren haben den Schmalztopf nur ein ganz klein wenig geöffnet. Schwein gehabt, Jackie!

Der Herr der Ringe Teil 3 (22.12.2003)

Auf diesen Tag hat man sich wieder ein Jahr lang gefreut. Das Ende der Tolkien Verfilmung, das fulminante Finale der Herr der Ringe Trilogie läuft an. Alle Kinos waren ausverkauft. Aber glücklicherweise habe ich dann doch noch Karten bekommen. Also ging es mit sehr hohen Erwartungen ins Kino.

Während Sam und Frodo immer weiter ins Herz von Mordor vordringen, startet Sauron einen Feldzug gegen die Reste der Menschenkönigreiche von Mittelerde. Seinen Heerscharen scheinen die freien Völker nicht viel entgegensetzen zu können. Aber was wäre eine Fantasygeschichte ohne Helden. Und so erleben wir die Rückkehr eines Nachfolgers des Königgeschlechts und eine Wiedervereinigung der getrennten Reiche. Und wer das Buch gelesen hat, weiß auch ungefähr, wie der Film endet.

Alle haben mir erzählt, daß der dritte Teil noch um einiges besser wäre, wie die ersten beiden Filme. Entsprechend hoch waren die Erwartungen. Und obwohl man wieder Massenschlachten und schöne Außenaufnahmen bewundern durfte, trübten Kleinigkeiten das Gesamtbild. Der Anfang erschien mir etwas langatmig. Hier hätte man gerne die Vertreibung Sarumans im Film lassen können (fiel der Schere zum Opfer). Und der nicht ganz originalgetreue Schluß war etwas zu schmalzig. Ein Tribut an Hollywood, würde ich sagen. Aber trotzdem bleibt es ein sehr schöner Abschluß der besten Fantasy Verfilmung aller Zeiten. Ich bin gespannt auf die Extended Edition nächstes Jahr.

Master & Commander (10.12.2003)

Eigentlich wollte ich mir den Film nicht ansehen, da mich der Trailer nicht gerade überzeugt hat. Aber da nichts Besseres im Angebot war, habe ich mich dem Schicksal ergeben. Seeabenteuer sind seit Fluch der Karibik ja wieder in Mode gekommen. Während letzterer aber mehr das humoristische Fach als Ziel hatte, wollte Russell Crowe in Master & Commander eher in die realistischere Ecke gelangen.

Der Film spielt zur Zeit Napoleons. Eine englische Fregatte wird in die Gewässer Brasiliens geschickt, um ein neues französisches Kriegsschiff aufzuspüren. Gleich zum Anfang wird klar, daß die Franzosen ein wesentlich besseres Schiff haben, und die britische HMS Surprise unter dem Kommando von "Lucky Jack" kann nur durch Glück einer Versenkung entkommen. Vom Ehrgeiz getrieben, geben die Briten aber nicht auf, sondern wollen den Gegner mit List zur Strecke bringen.

Herausgekommen ist ein Film, der zwischen den packenden Seeschlachten viele Längen aufweist. Das hat mich etwas gestört. Es wurde viel Wert auf authentische Wiedergabe des Schiffslebens von damals gelegt. Das merkt man an allen Ecken und Enden. Wer schwache Nerven hat, sollte ab und an wegsehen. Die Notoperationen nach Gefechten fallen vielleicht etwas zu herb aus. Trotz der guten Atmosphäre kommt zwischen den actionreichen Abschnitten schnell etwas Langeweile auf. Da retten auch die guten Leistungen der Schauspieler nichts mehr. Für Freunde des Segelns ist der Film aber trotzdem eine Empfehlung wert.

S.W.A.T. (03.12.2003)

Was erhält man, wenn man die härtesten Cops von Los Angeles mit dicken Waffen und einem großen Fuhrpark ausstattet? Richtig, das Ergebnis heißt S.W.A.T. was auf gut Deutsch so viel bedeutet wie "Besondere Waffen und Taktiken". Als Film ergibt das ein schnelles und schickes Polizeiwerbevideo.

Am Anfang stand das Nichts, oder besser gesagt ein etwas mißglückter Einsatz bei einer Geiselnahme. Daraufhin wird unser Held und sein Partner aus der Eliteeinheit geworfen und schiebt Dienst in der Waffenkammer. Einige Monate später soll der alte Haudegen Hondo (Samuel L. Jackson) ein neues S.W.A.T. Team bilden und so bietet sich für Jim (Colin Farrell) eine neue Chance, seinen Traum wieder zu leben. Am Ende der Ausbildung müssen sich die Frischlinge dann Bodyguard für einen gefangenen internationalen Topverbrecher spielen, der jedem 100 Millionen verspricht, der ihn befreit. Diese Summe lockt natürlich die Unterwelt aus der Kanalisation und unser Team erhält ernsthafte Konkurrenz in Form von Jim's ehemaligen Partner, der die Seiten gewechselt hat. So kommt es zum Showdown.

Ich hatte mir nicht so viel von diesem Film versprochen. Der Trailer sah gut aus und die IMDB Bewertung war Durchschnitt. Alles sprach dafür, daß man schon das Beste vom Film vorher gesehen hatte. Aber ich bin positiv überrascht worden. Die Darstellung der S.W.A.T. Einsätze kommt sehr authentisch rüber. Hier haben sich die Macher viel Mühe gegeben. Und das mußten sie auch, da der ganze Film davon lebt. Das ganze Beiwerk kann man getrost in den Skat drücken. Wenn man sich für taktische Einsätze interessiert (so wie ich, als alter CS'ler) bietet der Film gute Unterhaltung. Ansonsten kann man einen Bogen um ihn machen. Pluspunkt: es wurde keine schmalzige Liebesstory eingeflochten. Es geschehen manchmal doch noch Wunder.

Findet Nemo (26.11.2003)

Ich liebe Pixar Filme. Die Jungs sind immer wieder für unterhaltsame Streifen aus dem Computer zuständig. Im Laufe der Zeit hat sich die Technik doch schon weiterentwickelt und nun durfte ich mir das neueste Kunstwerk endlich ansehen. Schande über Disney, dafür, daß sie uns den Film ein dreiviertel Jahr vorenthalten haben. Schande über die deutsche Verleihmentalität, dafür, daß jeder Zeichentrickfilm mit Ausnahme von F.A.K.K. 2 als Kinderfilm abgestempelt wird.

Die ganze Geschichte beginnt eigentlich recht traurig. Dem Clownfisch Marlin wird neben seiner Frau auch fast sein ganzes Gelege genommen. Nur ein Ei überlebt und wird Nemo getauft. Der kleine Racker wird dann Jahre später von einem Taucher als Geschenk für ein Kind entführt und sein Vater macht sich auf die Suche nach ihm. Mit Hilfe seiner leicht vergesslichen Gefährtin Dory und vieler anderer Meeresbewohner kommt es viele Abenteuer später zum feuchten Happy End.

Pixar holt wieder einmal alles aus seinem Renderstudio heraus. Die Unterwasserwelt ist fantastisch anzusehen. Auch die Mimik der Tiere ist wieder gut gelungen. Mein persönliches Highlight sind aber die genial parodierten Möwen. Der Film ist witzig und kurzweilig, also so wie es sein sollte. Die deutschen Syncronstimmen sind ebenfalls gut besetzt. Besonders gefallen hat Anke Engelke als Dory. Also wer auf Monster AG, Shrek, und Toy Story steht, sollte unbedingt ins Kino gehen!

The Italien Job (19.11.2003)

Nach der letzten großen Filmenttäuschung gabs nun eine längere Pause, welche durch obigen Film beendet wurde. Bekanntermaßen sind die Erwartungen nach Enttäuschungen immer niedrig, also schauen wir mal, was das gebracht hat. Das der Film ein Remake des gleichnamigen 1969er Werkes ist, muß heutzutage nicht unbedingt für Freude sorgen.

Es beginnt mit einem raffinierten Tresorraub in Venedig, der aber kurze Zeit später anders endet, als sich einige vorgestellt haben. Ein Jahr später bietet sich die Chance, den alten Coup zu Ende zu bringen. Kurzentschlossen macht sich das Ganoventeam ans Werk.

Die Story ist sehr geradlinig und bietet nicht viele Überraschungen. Der Film lebt eher von seinem Spannungsbogen der von der Vorbereitung bis zur Ausführung des Plans aufgebaut wird. Allerdings ist er auch nicht unbedingt so groß, daß es zur sehr guten Unterhaltung wird. Gut gefällt hingegen die kurzweilige Inszenierung, die ohne große Pausen auskommt. Die knapp zwei Stunden waren schnell um. Positiv zu bewerten wäre auch noch der Soundtrack. Alles in allem ein solider Film für Zwischendurch.

Matrix Revolutions (05.11.2003)

Ich bin zwiegespalten. Matrix war einer der besten Filme, die ich bisher sehen durfte. Matrix Reloaded hat mich schon etwas enttäuscht, aber hielt mit seinem Ende viele Optionen für den letzten Teil der Trilogie offen. Also waren die Erwartungen in Matrix Revolutions wieder höher gesteckt. Aber das war ein Fehler.

Der Abschluß der Matrix Reihe handelt vom Kampf um Zion. Die Maschinen haben sich bis zur letzten Bastion der Menschen vorgegraben und wollen sie entdgütig vernichten. Dieses versuchen Neo und seine Getreuen natürlich zu verhindern und finden im etwas aus der Bahn laufenden Programm von Agent Smith einen würdigen Gegenspieler. Wie sich die Handlung aber genau auflöst, soll hier noch nicht verraten werden.

Der Film ist einfach nur schwach. Ich habe alle wesentlichen Elemente vermißt, die einen Matrix Film ausgezeichnet haben. Es fehlte der knackige Soundtrack und es fehlten auch fast jegliche Martial Arts Szenen. Wo der erste Teil mit Innovationen glänzte und der zweite Teil doch immerhin mit Updates aufwarten konnte, wirkt der letzte Teil nur langatmig. Der Film zieht sich durch endlose Dialoge, die teilweise schon fast peinlich wirken, viel zu sehr in die Länge. Einzigster (zugegebenermaßen guter) Höhepunkt ist die Schlacht um Zion. Aber das war es im Prinzip schon. Die eigentliche Auflösung um die Bestimmung Neos wirkt zu sehr an den Haaren herbeigezogen und wird auch nicht großartig erklärt. Was hätte man nicht alles aus diesem Stoff machen können. Für mich bleibt der bittere Nachgeschmack, einem großen Hype aufgesessen zu sein.

Ein (un)möglicher Härtefall (02.11.2003)

Eigentlich kann nichts schief gehen, wenn man in einen Film mit George Clooney und Catherine Zeta-Jones geht. Da ist für Männlein und Weiblein etwas fürs Auge dabei. Und es verspricht eine Happy End Geschichte zu werden.

Der Stoff klingt auch sehr verheißungsvoll. Clooney spielt einen Staranwalt, der sich darauf spezialisiert hat, das Maximale für seine Kunden bei einer Scheidung herauszuholen, egal wie aussichtslos die Lage auch scheint. So lernt der Vater aller wasserdichten Eheverträge die Exfrau eines seiner neuesten Mandanten kennen und verliebt sich in sie. Diese ist natürlich sauer auf ihn, weil sie bei der Scheidung leer ausgeht, und versucht sich an ihm zu rächen. Das es aber trotzdem ein versöhnliches und kitschiges Ende gibt, ist wohl kein Geheimnis.

Herausgekommen ist ein recht solider Film, der seine Höhen aber auch Tiefen hat. Aufgrund der schönen Seitenhiebe auf Scheinehen, bei denen eher das Geld im Vordergrund steht, und dem doch etwas stärker gestreuten Humors, hebt er sich etwas vom normalen Durschnitt ab.

Das Medaillon (29.10.2003)

Ich bin eigentlich ein Fan von Jackie Chan. Ich mag seine alten Non-Hollywood Filme. Speziell die damalige Mischung aus Martial Arts, Akrobatik und Klamauk hat mich immer sehr begeistern können. Seit Jackie den großen Sprung nach Amerika geschafft hat, geht es leider mit seinen Filmen bergab. Der letzte Film mit ihm, der mich überzeugen konnte, war Shanghai Noon. Alles was danach kam, hatte einen faden Nachgeschmack. Das liegt zum Einen daran, daß die Kampfszenen immer weniger werden, man alles schon einmal gesehen hat, und der Drang der Drehbuchautoren, immer eine dümmliche Liebesgeschichte aus seinen Filmen machen zu wollen, nicht gebremst wird.

In seinem neuesten Werk spielt Jackie einen Hongkong Cop, der mit Interpol einen Verbrecher jagt, der sich in den Besitz des sagenhaften Medaillons bringen will. Diesem Anhänger wird nachgesagt, daß er übernatürliche Kräfte und die Unsterblichkeit verleihen kann. Das Schmuckstück gibts aber leider nur im Bundle mit einem Kind, welches die Kräfte aktivieren kann. Also verfolgt man den ganzen Film über dieses dynamische Duo von Hongkong nach Irland. Mehr gibts nicht zur Story zu sagen.

Bis auf einige wenige Szenen, die den unverwechselbaren Jackie Chan Film ausgezeichnet haben, hat der Streifen nichts Sehenswertes zu bieten. Die ständig debil grinsende Hauptdarstellerin macht das, was sie am besten kann, nämlich gut aussehen. Das beide am Ende zusammenfinden, ist so sicher, wie eine Leiche in einem Tarantino Film.

Ein unverbesserlicher Jackie Chan Fan mit masochistischer Veranlagung, darf sich das Eintrittsgeld gern ans Bein nageln, der Rest sollte sich eine bessere Verwendung dafür einfallen lassen. Bitte Jackie, dreh nicht noch so eine Gurke, sonst muß ich Dir die Freundschaft kündigen.

Kill Bill Vol. 1 (19.10.2003)

Was habe ich mich die vergangenen Wochen auf Quentin Tarantinos neuesten Film gefreut. Immerhin sechs Jahre hat uns der Meister nach Jackie Brown warten lassen. Und ich muß sagen, es hat sich gelohnt. Aber vorweg eine Warnung.

Tarantino polarisiert mit seinen Filmen. Entweder man liebt sie oder man haßt sie. Wer From Dusk Till Dawn mag und sich auch für die Martial Arts Filme der 70er Jahre erwärmen kann, der sollte sich diesen Film ansehen. Allen anderen empfehle ich einen weiten Bogen darum zu machen.

Der Film kommt in zwei Teilen ins Kino. Die ursprüngliche Fassung war für einen Film zu lang. Und da Tarantino verständlicherweise nicht am Film rumschnippeln lassen will, wurde er geteilt, und wir dürfen uns auf zwei schöne Kinoabende freuen.

Uma Thurman spielt eine Frau, die sich nach vier Jahren im Koma an den Leuten rächen will, die sie auf ihrer Hochzeit ins Jenseits befördern wollten. Pech für die Jungs, daß Uma dieses doch überlebt hat. Mit einer ungewöhnlichen Erzählweise (zeitlich nicht lineare Kapitel) wird der Rachefeldzug dem Zuschauer präsentiert, der dadurch aber interessant in die Handlung eingeweiht wird. Tarantino läßt dabei die 70er Jahre Filme um den unvergessenen Bruce Lee wieder auferstehen. Der ganze Film ist mit entsprechenden Anlehnungen gefüllt. Nebenbei fallen die Kämpfe sehr blutig, also eines Tarantinos würdig, aus. Soviele Blutfontänen und abgetrennte Gliedmaßen sucht man sonst lange. Mir als Bruce Lee und Anime Fan hat dieser Film gnadenlos gut gefallen. Der einzigste Wermutstropfen ist das erzwungene Ende nach dem ersten Teil. Warum zum Henker muß ich jetzt vier Monate auf die Fortsetzung warten? Das grenzt schon an Folter.

Bad Boys 2 (09.10.2003)

Diesmal hatte ich das Vergnügen, in Reutlingen ins Kino zu gehen. Ein schönes und neu umgebautes Kino mit Sitzen, an denen sich Berliner Kinos gerne eine Lehne abschneiden dürfen. Auf dem Programm stand Bruckheimers neuestes Werk. Also wurden die Erwartungen mit einer Caipi auf Popcornlevel getrunken.

Die Handlung ist schnell erzählt. Die beiden Bad Boys Will Smith und Martin Lawrence jagen als Partner einen Drogendealer. Das Ganze wird noch etwas ausgeschmückt mit familiären Verstrickungen. Das wars eigentlich schon. Aber es wäre kein Bruckheimer, wenn nicht die Verpackung stimmen würde. Und es wäre kein Bad Boys Film, wenn nicht beide Hauptdarsteller mit ihren flotten Sprüchen für Unterhaltung sorgen würden.

Es ist ein sehr unterhaltsamer, kurzweiliger und schneller Actionkracher wie ich ihn erwartet habe. Er ist gut gemacht und selten habe ich so gut bei einem Actionfilm lachen können. Erfahrungsgemäß sollte man sich ihn deshalb auch im Kino ansehen.

Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen (01.10.2003)

Das war ziemlich viel Kino in letzter Zeit. Aber da jetzt erstmal eine längere Pause ansteht, wird geschaut, was die Kinosäle so hergeben. Spezieller Dank gebührt diesmal unserem Kartenkäufer. In der vierten Reihe hat man wenigstens keine Probleme mit den Vorderleuten.

Eigentlich versprach der Trailer wieder mehr, als der Film halten konnte. 19. Jahrhundert trifft moderne Technik. Eigentlich etwas, das mir als alten Fantasy Freund schmecken könnte. Nebenbei hatte ich mich auf Sean Connery gefreut. Aber irgendwoher kam einem die Story bekannt vor. Eine Gruppe Mutan ... ähem ... Fantasy Figuren versucht gegen den obligatorischen Bösewicht die Welt zu retten. Aber im Gegensatz zu den X-Men fehlte irgendwas. Ein paar Special Effects hier, ein paar CGIs dort, ein paar Kämpfe zur Würze und das Ganze mit einer leichten Story übergossen.

Es ist leider nicht der Renner geworden, den man aus dem Stoff hätte machen können. Der Streifen plätscherte irgendwie nur leicht vor sich hin. Am Ende kommt schönes Quake Feeling auf (Stichwort vollgepanzerter Soldat mit Flammenwerfer) aber das rettet den Film leider nicht vor dem Mittelmaß. Das Ende läßt auch noch auf einen zweiten Teil schließen. Na wenigstens war das Popcorn lecker.

Fluch der Karibik (29.09.2003)

Eigentlich hatte ich diesen Film schon früher gesehen. Aber gute Filme schaue ich mir gerne auch zweimal im Kino an. Und wenn wie dieses Mal auch noch die nette Begleitung stimmte, dann war es erst recht ein schöner Abend.

Das Revival des Piratenfilms kann sich auch beim erneuten Sehen von seiner besten Seite zeigen. Ein überragender Johnny Depp als listiger Jack Sparrow stiehlt einfach allen anderen Darstellern die Show. Die abwechslungsreiche Geschichte um das Geisterschiff Black Pearl und den Fluch, unter dem es liegt, zieht einfach in ihren Bann, so daß man nach 140 Minuten eigentlich noch gar nicht gehen will. Es stimmt einfach alles, der Witz, die Kulissen, die Kostüme, das Drehbuch ...

Für mich ist es der beste Film bisher in diesem Jahr. Er rangiert sogar noch vor Matrix Reloaded. Nach diesem gelungenen Comeback werden wir uns bestimmt auf weitere Vertreter freuen dürfen. Aber ob sie diesem Film das Wasser reichen können ist fraglich. Unbedingt ansehen!

Irgendwann in Mexico (25.09.2003)

Das zweite Highlight dieser Woche war der dritte Film der El Mariachi Reihe. Der berühmte und berüchtigte Pistolero (Antonio Banderas) nimmt diesmal Rache am Mörder seiner Familie. Und nebenbei rettet er auch noch das Leben von El Presidente, der in einem Militärputsch beseitigt werden soll. Erwartungsgemäß sollte man nichts Tiefergehendes von der Story erwarten. Die Hauptaufmerksamkeit liegt bei dieser Filmreihe eher bei Coolness und brontaler Action. Wenn man mit dieser Einstellung ins Kino geht, erwartet einen ein schöner kurzweiliger Film mit Massenschießereien und Witz.

Neben Antonio Banderas spielt Johnny Depp als CIA Agent Sands nach Fluch der Karibik eine weitere sehr gute Rolle. Er gibt dem Film eine hervorragende humoristische Note. In dieser Form will ich mehr Filme mit ihm sehen. Enrique Iglesias bleibt in seinem ersten Film allerdings recht blass. Mal sehen, ob er es in Hollywood zu etwas bringt. Das wichtigste Highlight habe ich fast vergessen. Salma Hayek macht wieder das, was sie am besten kann, gut aussehen.

Mein Fazit des Abends: ein schöner kurzweiliger Film mit wenig Tiefe, bei dem man schön abschalten kann.

Identität (24.09.2003)

Leider habe ich den Fehler gemacht, mich schon im Vorfeld etwas über diesen Film zu informieren. Dadurch fiel die eigentlich schöne Wendung zum Schluß des Films doch etwas unspektakulärer aus, als sie hätte sein können. Darum als Tip: Nicht vorher informieren! Und deshalb erzähle ich hier auch nicht viel über die Geschichte.

Ansonsten war der Film gut gemacht. Er ist im Genre Psycho/Grusel anzusiedeln. Es gibt genügend Tote und eine schöne Aufklärung der Ereignisse. Das alles ist mit seinen teilweise eingestreuten Rückblenden sehr schön anzusehen. Ich habe mich spannend unterhalten gefühlt.

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